
>>> Wie finde ich den richtigen Verein für mich und meinen Hund? Woran erkenne ich einen guten Verein?
>>> Mein kleiner Labrador (6 Monate)würde das bestimmt gut finden...
Aber ich hätte keine Lust auf Prüfungen und Wettbewerbe.
Lust mit Ihm das zu machen ja, aber geht das dann auch nur so "Hobbymäßig"???

Obwohl Agility als Sportart schon 1978 entstanden ist, zu uns
in die Slowakei kam es erst 1991. Genau in dem Jahr haben nämlich
ein Paar Enthusiasten eine österreichische Agilityvorführung
auf der internationalen Hundeausstellung in Bratislava gesehen
und waren sofort Feuer und Flamme für die neue Sportart. Sie
haben sich ihre eigenen Geräte zusammengebastelt und fingen
an zu trainieren. Es hat nicht lange gedauert und sie nahmen an
den ersten Turnieren in der nahen Tschechei und Österreich
teil.
Sie hatten viel zu tun, denn sie wollten mit ihrer geliebten Sportart
so viele Hundebesitzer wie möglich infizieren und zugleich
sich in Agility selber verbessern. Deswegen haben sie neben dem
Trainieren auch Agilityvorführungen organisiert. Manche
haben an einem Seminar für Trainer und Richter in Prag teilgenommen.

Das slowakische Agility hat sich anfangs sehr rasch entwickelt.
Schon 1996, also 4 Jahre nach dem ersten Agilitytraining, wurden
die ersten Meisterschaften der Slowakischen Republik in Agility
organisiert und im Jahr 2000 sind die ersten 2 Hundeführer
(Jana
Badová mit ihrer PRT Megy und Daniela
Dzedzinová mit ihrer Ungarischen Bracke Haja)
auf der Agility WM gestartet. Zwei Jahre davor ist einer der ersten
Träume – einen FCI-Reglement konformen Parcours zu besitzen,
in Erfüllung gegangen. Kurz danach entstand die erste slowakische
Dachorganisation – der Slowakische Klub Agility (Slovenský klub
agility).

Die Agility-Gemeinde ist inzwischen gewachsen und mittlerweile
gibt es in der gesamten Slowakei ca. 16 Vereine, die von etwa 60
aktiven Startern repräsentiert werden. Die Dachorganisation
wurde in ASKA (Assoziation
der slowakischen Agilityklubs – Asociácia slovenských
klubov agility) umbenannt.
Die besten Bedingungen zum Trainieren gibt es immer noch
in Bratislava, wo man in einem der 3 Vereine seiner Agilitybesessenheit
freien Lauf lassen kann. Ein Agility-Anfänger
lernt zusammen mit seinem Hund die ersten Geräte kennen und
der Mensch bekommt seine ersten Führungslektionen. Schon kleine
Welpen ab 3 Monate können mit Agility anfangen, natürlich
wird auf ihre Gesundheit Acht genommen und das ganze Training richtet
sich nach dem Motto: „Agility is Fun“.
Unsere Vereine werden von Agility-Begeisterten geleitet und jeder
Verein hat seine Aufnahmebedingungen. Die sind nicht schwer zu
erfüllen, denn es geht vor allem um Lust zum Trainieren und
dem Klub durch verschiedene Aktivitäten behilflich zu sein.
Jedes Mitglied bezahlt eine durch den Verein festgesetzte jährliche
Gebühr.
Da bei uns vor allem junge Leute Agility machen, sind
die Gebühren auch in der Regel niedrig.
Jährlich werden in der Slowakei etwa 10 Grasturniere und weitere
5 Hallenturniere veranstaltet. Den Höhepunkt der slowakischen
Agility-Saison stellen die Meisterschaften der Slowakischen Republik
im August dar. Es ist ein offenes Turnier und Läufer von ganz
Europa nehmen daran teil. Zusätzlich organisieren einige Vereine
verschiedene Seminare für Trainer, Sommer-Agility-Trainingslager
und machen Agility auch unter der weiten Öffentlichkeit bekannt.

Zum ersten Turnier kommt der Hund, wenn er schon alle Geräte
kennt und mehr als 18 Monate alt ist. Vorher muss er noch seinen
Leistungsheft bei der Dachorganisation beantragen
. Es können mit einem Hund auch mehrere
Hundeführer Agility machen, jeder bekommt jedoch sein eigenes
Leistungsheft, d. h. ein Hund kann sich gleichzeitig für verschiedene
Leistungskategorien qualifizieren.
Wir kennen 3 Größenklassen – Small , Medium und
Large je nach der Schulterhöhe des Hundes:
Small - bis 34,99 cm
Medium - ab 35 cm bis 42,99 cm
Large - ab 43 cm.
Für alle drei Größemklassen gibt es 3 Leistungskategorien – A1, A2 und A3. Jeder, der bei 2 verschiedenen Richtern 3 Mal eine Prüfung mit der Note „ausgezeichnet“ ablegt, kann in die Kategorie A2 aufsteigen. Nach 6 Mal „ausgezeichnet“ muss er in der Kategorie A2 starten. Ähnlich wie beim Aufsteigen von der Kategorie A1 in die A2 sind auch die Bedingungen beim Aufsteigen von der A2 in die A3, nur strenger: das Team muss 3 Prüfungen auf die Note „ausgezeichnet“, ohne Strafpunkte ablegen und zugleich muss er sich plazieren. Die A3 Kategorie gilt für ein Jahr und muss verteidigt werden. Falls ein Team 3 Jahre hintereinander den Titel verteidigt, bekommt es den Titel A3 Champion und seitdem ist es lebenslänglich in der Kategorie A3.
Nicht so oft, wie in den benachbarten Ländern werden Prüfungen in der Seniorenkategorie auf den Turnieren angeboten. Denn in der Slowakei gibt es zurzeit nicht so viele Seniorenhunde. Anderseits finden hier junge Hunde in den Leistungskategorien A1 und A2 schon recht starke Konkurrenz. Manchmal wird auf den Turnieren auch die A0, oder die Babykategorie eröffnet. Spiele werden auch selten gemacht, wenn, dann am Ende des Turniertages.
Es werden hier auch spezielle Agility-Titel vergeben: C.A.C.Ag.
(Anwärter auf den slowakischen Champion in Agility) bzw. Res
C.A.C.Ag. (für den 2-plazierten auf einem C.A.C.Ag. Turnier)
und C.A.C.I.Ag. (Anwärter auf den internationalen Champion
in Agility) bzw. Res. C.A.C.I.Ag.

Eure Fragen und Anmerkungen würde ich gerne sammeln und an Johanna weiterleiten. Nutzt dazu bitte das Kontaktformular.
Hast du Lust auch etwas über dich und Agility in deinem Land zu schreiben, dann meldet dich. Am schnellsten geht es mit dem Kontaktformular.