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    Samstag, den 10.Dezember 2016

 

"Gefährlicher Hund" sucht ein neues Zuhause

Köln-Dellbrück - 03. Juni 2007

Auf der Suche nach einen neuen vierbeinigen Familienmitglied sind wir zufällig auf Stella im Tierheim Dellbrück gestoßen.

Das Stella eine junge Bullterrierhündin ist, hat uns keinesfalls abgeschreckt. Alle Bullterrier, denen wir bisher bei Spaziergängen begegnet sind oder die wir im Bekanntenkreis näher kennengelernt haben, waren liebenswerte und charakterstarke Hunde.

Wir hatten Glück und konnten sie uns am nächsten Tag näher anschauen. Wir durften sogar zusammen mit unsern Hunden einen kleinen Spaziergang mit Ihr machen. Stella hat uns sofort begeistert.

Wenn man sieht, wie freundlich sie auf alles und jeden zu geht, muss man diesen "Kampfhund" einfach lieben. Nach dem Spaziergang hätten wir sie am liebsten direkt mitgenommen.
Aber das war leider wegen der Auflagen des Landeshundegesetzes nicht möglich. Also haben wir auch noch die beiden folgenden Tagen Stella im Tierheim besucht und sind mit ihr durch die Landschaft gewandert.
Stella verhielt mit jedem Tag herzlicher zu unseren Hunden und uns. Da sag noch mal einer Bullterrier sind stumpf und unsensibel. Hätten wir sie von der Leine lassen dürfen, wäre sie bestimmt mit den beiden anderen über die Wiese getobt.

Am Dienstag kam dann die Ernüchterung beim Besuch der Stadtverwaltung. Ich dachte, ich hätte schon einen guten Überblick über die Kampfhundeverordnung. Aber dem war nicht so.

Wenn man sich diese, im besten Amtsdeutsch verfassten Informationen zum Landeshundegesetz und den dazugehörigen Antrag auf "Erlaubnis zur Haltung eines Hundes nach den §§3 und 10 LHundG NRW ..." im Detail durchliest, kommt man sich schon fast wie ein Schwerverbrecher vor, wenn man in Betracht zieht einen Bullterrier anzuschaffen.

Im zweiten Abschnitt wird man auch sofort darauf hingewiesen, dass "Verstöße gegen die Vorschriften des Landeshundesgesetztes mit Geldbußen bis zu 100.000 Euro geahndet werden". Aber eigentlich wollte man doch nur einen Hund aus dem Tierheim befreien?!?!

Liest man weiter, erfährt man, dass der Bullterrier neben anderen Rassen zu der Gruppe der "als vermutet gefährlichen" Hunde gehört und darum ständig mit Maulkorb an der Leine zu führen ist. Sollte man einen Verhaltensstest bestehen, kann man eine Ausnahme erwirken und seinen Hund ohne Mailkorb führen. Ich möchte gar nicht wissen, wie so ein Verhaltenstest aussieht.

Das endgültige Aus in unserem Fall, ist dann der Passus, dass jeder, der mit dem Hund spazieren geht, mindestens 18 Jahre alt sein muss und dieselben Voraussetzungen, wie der Halter erfüllen muss und nachweisen kann.

Bei uns ist jeder Hund in die Familie integriert. Da wir unsere Brötchen auch mit klassischer Arbeit verdienen müssen, funktioniert die Versorgung der Hunde nur, wenn sich auch unsere vierzehnjährige Tochter
um die Hunde kümmert und mit Ihnen spazieren geht. Aber das geht gerade nicht mit einem als "vermutet gefährlich" eingestuften Hund. Sie dürfte den Hund nicht allein ausführen, sondern müsste sich dazu immer einen Erwachsenen suchen.

Ob man seinen Hund im Griff hat, ist keine Frage des Alters oder der Kraft. Ich habe viele Jugendliche gesehen, die ihren Hund sicherer führen als unkonsequente Erwachsene. Da das aber verboten ist, können wir Stella kein vernünftige Zuhause bieten und musste uns gegen die Anschaffung entscheiden.


Leider ist Stella kein Einzelfall. Wenn man sich einmal die Mühe macht und auf den Internetseiten verschiedener Tierheime stöbert,
wird man feststellen, dass in vielen Tierheimen, der Anteil der Hunde, die unter die Kategorie "gefährliche Hunde" fallen, bei mehr als 50% liegt.

Mit den Steinen, die man durch das Landeshundegesetz in den Weg gelegt bekommt, wird es nicht leicht werden, diese Zahl zu reduzieren.

Dass diese Hunde keine beißwütigen Kampfmaschinen sind, beweist uns Jörg Zenner mit seinem Staffordshire Bullterrier Bandit, der Deutschland bei der Agility WM in Norwegen vertritt. Wir drücken die Daumen, dass er gewinnt, um damit den "Kampfhunden" positive Schlagzeilen zu bescheren.

Wer Stella helfen will, findet mehr Informatione beim Tierheim Dellbrück.



Eure Anmerkungen

Anmerkung 15.06.2007 07:18:44 - von Susanne Heede

Hallo ihr da draußen, der Bericht über Stelle hat mich sehr bewegt. Leider muss ich feststellen das es nicht bloß in NRW in den Tierheimen so aussieht. Auch bei uns in Sachsen gibt es viel zu viele "Kampfhunde" im Tierheim. Ich bin selbst stolze Besitzerin von einem 2 Jahre alten AmStaff Rüden namens Balu und einer 13 jähr. Parson-Russell-Hundin namens Gipsy. Die beiden sind klasse und Balu läuft wir Jörg Zenners Rüde Bandit beim Turnierhundesport mit, allerdings in Sachsen. Wir sind noch nicht lang dabei und sind deshalb meistens auch Zuschauer. Nur bei kleinen Turnieren laufen wir mit und durften auch sohon den 2. Platz mit nach Hause nehmen. Wenn Balu und ich die Begleithundprüfung bestanden haben, legen wir richtig los mit Vierkamf und CSC. Also ich kann keinesfalls sagen das diese als so gefährlich eingestuften Hunde auch gefährlich sind. Klar es mach Ausnahmen geben, aber ich kenne sehr viele die einwandfrei erzogen und super lieb sind. Balu sein bester Freund, ja ein rüde, ist Covo ein Berner Sennenhund, die zwei sind klasse wenn sie spielen. Da Covo schon 8 Jahra alt ist, passiert das nicht häufig, aber sie kuscheln gern zusammen. Also lasst euch nicht abschrecken von Statistiken oder den Medien, schaut euch die Hunde an und lernt sie kennen. Liebe Grüße Susanne und Balu

Anmerkung 19.09.2007 17:41:51 - von celine

Hallo ich kenne stella glaub ich sie wohnte vorher bei meiner nachbarin und ich hab sie geliebt dieser artikel wundert mich nicht da sie schon immer ein kleiner schmuse hund war! und sie war ÜBERHAUPT nicht agressiv ob ein hund gefährlich ist ...das hängt von besitzer ab..

Anmerkung 25.11.2007 21:59:35 - von Nina

Hi, ich selber bin schon seit meiner Geburt mit Bullterriern aufgewachsen...als kleines Kind habe ich mich an unsere Bullihündin gehangen, die damals in etwa so alt war wie die kleine Stella heute, sie hat teilweise auf meiner Bettdecke geschlafen wenn ich im Bett lag, und auf mich aufgepasst. Ich finde es jedes Mal erschreckend Menschen zu hören die Hunde als Kampfhunde abstempeln, oder gar als Gefährlich und unberechenbar...Das ist wirklich unheimlich gemein und ein absolutes "Schubladendenken". Ich habe noch nie in meinem Leben einen Bully gesehen der aggressiv Menschen gegenüber war, oder eine angeborene Aggressivität hatte. An alle Menschen die keine Bullterrier kennen möchte ich einmal sagen, dass Bullis die Charakterstarkesten Hunde sind die ich je gesehen hab, dazu unheimlich lieb und ABSOLUT Kinderlieb!! (wobei das natürlich auf die Persönlichkeit eines JEDEN Hundes ankommt)Bei Hunden die aggressiv anderen Lebewesen gegenüber sind liegt eindeutig ein erziehungsfehler vor, keine falsche Zucht oder derartiges!

Anmerkung 19.12.2007 20:46:17 - von Silvia Rizzi

Hi all meine Kollegin in NZ hatte zwei Bullies. Beide hatten ein super Temperament und waren Freundlich mit Mensch und anderen Tieren. Sie hat drei Hecktaren Land und jedermann konnte es betretten ohne Angegriffen zu werden. Die Steffies hatten nicht einmal Angegeben (was ich von meinen drei Hunden nicht sagen kann). In Agility hat es einige Steffies und wir haben nie ein problem. Jeder Hund kann ein Beisser sein, wenn er in falschen Haenden ist und keine richtige Erziehung hatte! Silvia aus Neu Seeland

Anmerkung 08.01.2008 18:33:13 - von Sabrina

Ich finde den Bericht super die Öffentlichkeit stellt diese Hunde oft als zu negativ da ! Sabrina 13...

Anmerkung 16.12.2008 11:53:28 - von paula

die kläffer sind sind nicht nur häßlich sondern auch gefärlich und nicht zu wenig

Anmerkung 08.01.2009 22:13:07 - von jilli

nicht die hunde sind die monster sondern die menschen.man kann sogar einen chiuaua aggresif machen ;ich empfinde das als rassismus wenn die leute diese schonen muskuloesen tiere als gefahrlich bezeichnen

Anmerkung 17.04.2009 13:47:36 - von yannick

Das ist der reinste Rassismus, als ob man sagen würde alle Männlichen menschen über 1,50 und 40 kilogramm sind gefährlich und müssen in eine psychiatrische anstalt...Die Hunde können in keinster weise etwas dafür das einige Menschen unfähig sind ihren hund zu erziehen...nur das die hunde dafür büßen müssen...Der bericht hat mcih sher bewegt... Yannick

Anmerkung 18.05.2009 22:10:02 - von Jenny

Der Text ist sehr rührend formuliert und er hat mich bewegt,deswegen schreibe ich diesen kurzen Bericht. Jeder Hud meiner Meinung nach ist gleichgültig! Ob es ein Kampfhund ist oder ein Golden Retriever. Es kommt nämlich ganz auf die Erziehung des Hundes an. Ich muss schon zugeben,dass ich vor Hunden insgesamt Angst habe,da mich ein gelockter, weißer Hund gebissen hatte. Ich bin auf dem halben Weg meine Angst zu Überwinden!

Anmerkung 04.08.2009 01:07:29 - von Rebecca

Ich finde es wirklich schrecklich. Zu viele Menschen sehen in diesen Hunden nur das \"negative\". Ich bin selbst stolze Besitzerin von einem Pitbull Amstaff und würde ihn gegen nichts der Welt eintauschen. Abends liegt er neben mir und wartet bis ich eingeschlafen bin. Ich verstehe nicht was das Ausführen von \"gefährlichen Hunden\" mit dem Alter zu tun hat ?! Bin selbst erst 15 Jahre alt und hatte noch nie Probleme. Der Bericht ist wirklich rührend... Rebecca

Anmerkung 23.12.2009 01:08:49 - von Alina

ich würde gern so einen hund haben ich liebe unde und behandel sie immer gut hatte mal einen mstaff und er war agressive habe dann ein training gemacht und er ar nicht wier zu erkennen

Anmerkung 01.06.2011 17:44:16 - von jackline

ich finde es einfach schrecklich wie die menschen die hunde behandeln

Anmerkung 16.06.2011 11:44:01 - von sander

ich finde es auch scheiße

Anmerkung 28.07.2012 13:04:17 - von Agim aus Kaiserslautern

das ende der leine ist agressive nicht der anfang,ein hund will nur seinen herrschen gefallen. und will ein herrschen das sein hund beist (IST DER MENSCH DUMM ODER AGRESSIVE) dann macht er das. 27,07,2012 Agim


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