Agility Nachrichten
    Samstag, den 30.Juli 2016

 

Wie wir mit unserem Ehrgeiz unseren Hunden schaden

Vor einiger Zeit hat mich Anna Schöneberg gefragt, ob sie nicht etwas zum Thema Agility und Junghundetraining auf agility.de veröffentlichen kann. Da ich immer ein Freund von kritischen Themen bin, habe ich gerne zugesagt. Und hier sind ihre Gedanken über das immer früher startende Junghundetraining. Leider auf Kosten der Gesundheit unserer Hunde.

Agility - eine Hundesportart, die besonders durch die positive Hund-Mensch-Beziehung fasziniert. Nicht das fehlerfreie Bewältigen des Parcours steht im Vordergrund, sondern der Spaß, den Hund und Mensch dabei haben. Zumindest sollte dies so sein.

Mittlerweile entwickelt sich der Sport in eine Richtung, die anzuzweifeln ist.

Nachdem vor zwei Jahren ein erst zweijähriger Hund die Weltmeisterschaft gewonnen hat, scheint der Druck auf die Hundesportler noch größer geworden zu sein. Wie in so vielen Sportarten scheint der Ehrgeiz der Teilnehmer zu überwiegen und immer mehr in den Vordergrund zu rücken. Da Agility ein Teamsport ist, ist es vor allem der Hund, der gezwungenermaßen unter diesem Ehrgeiz zu leiden hat.

Bekannte, erfolgreiche Agilitysportler machen vor, was heutzutage schon normal geworden zu sein scheint: Welpen und Junghunde werden bereits mit wenigen Wochen an den Agilitysport herangeführt. Kontaktzonentraining, das enge Führen durch die Ausleger, in vollem Tempo durch einen gebogenen Tunnel, Wechseltraining. Fraglich ist, ob hierbei wirklich auf die Gesundheit des jungen Hundes Rücksicht genommen wird. Es sollte allgemein bekannt sein, dass Junghunde noch voll in ihrer Entwicklung stehen und übermäßige, falsche Belastung schädlich sein kann. Und uns als Sportler sollte bewusst sein, dass wir dieses Risiko bewusst in Kauf nehmen, um den Hund früh an den Sport heranzuführen. Es scheint immer wichtiger zu werden, den Hund so früh wie möglich auszubilden, damit er mit 18 Monaten auf Turnieren starten kann; und dort am besten gut abschneidet. Umso schneller der Hund die wichtigen Aufstiegsqualifikationen in die höchste Leistungsklasse schafft, umso besser. Denn erst dann kann der Hund zum Beispiel Qualifikationen für die Deutsche Meisterschaft und für die WM-Qualifikationsläufe sammeln. Viel wichtiger als der Spaß scheint es heutzutage zu sein, schnellst möglichst den Sprung in die höchste Klasse zu schaffen, um sich dort mit den Besten zu messen. Und leider glauben viele Agilitysportler, dass dieser Erfolg am ehesten zu schaffen ist, wenn man so früh wie möglich mit dem Sport anfängt. Dabei zeigen andere, erfolgreiche und tolle Agilitysportler, dass man auch mit einem Hund sehr erfolgreich sein kann, wenn er erst später mit dem Sport anfängt.

Traurig ist es, dass viele erfolgreiche, bekannte Sportler das Training mit dem jungen Hund vormachen und Videos davon auf ihrer Homepage oder in Foren veröffentlichen. Die berechtigte Sorge besteht darin, dass unerfahrene Hundesportler eben diese Form des zu frühen Trainings nachahmen – mit möglicherweise fatalen Folgen. Gerade die bekannten Agilitysportler sollten sich doch ihrer Vorbildfunktion bewusst sein und zeigen: „Ich bin erfolgreich, auch wenn ich erst spät mit dem Training angefangen habe.“

Agility ist ein toller Teamsport; unser Sportpartner Hund sollte allerdings nicht unter dem übertriebenen Ehrgeiz mancher Sportler leiden. Dem könnte möglicherweise schon dadurch entgegengewirkt werden, dass strengere Regeln in Bezug auf das Startalter des Hundes aufgestellt werden. Teilweise ist es der Wunsch der Sportler, sehr früh erfolgreich starten zu können um dann an großen Meisterschaften teilnehmen zu können, der zu diesem frühen Junghundetraining führt. Wenn die Teilnahme an größeren Meisterschaften erst mit 36 Monaten erlaubt wäre, würde das hoffentlich dazu führen, dass sich die Sportler mehr Zeit für die Ausbildung ihres Hundes nehmen und das ganze ruhiger angehen lassen. Die Erfolgslatte wird immer höher gelegt – umso wichtiger, an das Gewissen der Sportler zu appellieren und neue Hundesportler darüber aufzuklären, dass zu frühes Training kein Erfolgsrezept ist! Erinnern wir uns doch einfach wieder daran, warum wir Agility betreiben: Weil es Spaß macht, mit dem Partner Hund zu laufen, auf Agilityturnieren Freunde und Bekannte wiederzusehen und gemeinsame Erfolgserlebnisse zu haben. Diese Erfolgserlebnisse muss nicht die schnellstmöglichste Teilnahme an Meisterschaften oder der schnelle Aufstieg in die A3 sein. Besinnen wir uns wieder darauf, dass wir die Verantwortung für ein Lebewesen übernehmen, dass bemüht ist alles zu tun, was wir von ihm verlangen. Dieser Verantwortung bewusst sollte es selbstverständlich sein, dem Hund so viel Zeit zu geben wie er braucht. Und ein Hund braucht, egal welcher Rasse er angehört, definitiv mehr Zeit für seine Entwicklung, als ihm manche Sportler zusprechen.

agility.de dankt Anna für die ehrlichen Worte. Wir würden uns freuen, wenn nicht der übersteigerter Ehrgeiz sondern die gemeinsame Freude am Agility-Sport wieder überwiegt. Dann sollte der verantwortungsvolle Umgang mit unserem vierbeinigen Sportpartner wieder zur Selbstverständlichkeit werden.


Eure Anmerkungen

Anmerkung von Iris

Hallo Agilityteam, seit Jahren bin im selbst im Agilitysport zugange und ich kann die Meinung von Anna nun nicht teilen. Vielleicht sollte sie mal das Buch „Vom Junghund zur Leistungsklasse“ lesen. Kann ich nur empfehlen. Ich finde, dass gerade die Welpenzeit die wichtigste Zeit ist um eine feste und liebevolle Bindung zum Hund aufzubauen. Egal welche Sportart man später machen möchte. Warum sollte man nun diese Zeit, in der der Hund am lernfähigsten ist, ungenutzt verstreichen lassen? Selbstverständlich geht Qualität vor Quantität. Aber ich denke mit einem Welpen oder Junghund jeden Tag ein paar Minuten Übungen zu machen, welche dem Hund nicht schaden (kann man wunderbar in dem oben genannten Buch nachlesen) stärkt das Bewusstsein des Hundes, sowie den Muskelaufbau und das Vertrauen zum Hundeführer. Ich kenne einige Agilitysportler die ganz oben mitlaufen und ich weiß dass das Wohl ihres Hundes immer im Vordergrund steht. Außerdem bilden sie mitunter schon den 3. oder 4. Hund aus und mal ganz ehrlich, die Ausbildung unserer Vierbeiner hat sich ja, Gott sein Dank, in den letzten Jahren sehr zum Wohle des Hundes geändert. Es wird nur mit positiver Motivation gearbeitet, was man dann eben bei diesen Teams und bei ihren Läufen auch sehen kann. Zum Thema Veröffentlichen auf Foren, ist doch auch positiv. Ist man neu im Hundesport, hat man dadurch die Möglichkeit diese Personen zu kontaktieren und Fragen zu stellen oder einfach nach einem guten Verein zu fragen, um eben nichts falsch zu machen. Ich denke, wenn jemand sich einen Hund holt um eben im Agility erfolgreich zu sein, wird er sich ja auch im Vorfeld über Rassen, Züchter und sonstiges Informieren, also dann auch über einen entsprechenden Verein. Wir alle wissen ja nun, das Malinos, Border Collies, Sheltis und viele Terrier im vorderen Feld laufen. Nur so nebenbei, das sind Arbeitsrassen, diese Hunde wollen und müssen gefordert werden. Entsprechend gut ausgebildet mit starker Bindung zum Hundeführer, sind diese Hunde nun mal sehr erfolgreich. Und ich kenne viele, die mit ihren älteren Hunden, die topfit sind, noch in den oberen Rängen mitlaufen, obwohl oder gerade weil sie früh mit ihren Hunden gearbeitet haben. Ich denke nicht das es falscher Ehrgeiz ist, sondern einfach der Wandel in der Erziehung der Hunde. Sprich wir wissen nun, ohne dem Hund zu schaden, dass wir gar nicht früh genug mit einer guten Ausbildung anfangen können (da geht es immer noch nicht darum den Hund über den Parcours zu hetzen), sondern Pylonentraining, Unterordnungssequenzen, auch mal durch einen Tunnel schicken, durch die Beine laufen lassen, Spielen, Belohnen etc. Wenn Welpen eine Stunde mit anderen Welpen spielen, ist das oft sehr viel anstrengender für die Zwerge und weniger kontrollierbar. Genauso wurden diese Hunde von unseren erfolgreichen Agilitysportlern ausgebildet und daran kann nichts schlechtes sein. Die wirklichen Hundesportler nutzen einfach das Potential des Hundes in dieser Junghundezeit und ich kenne keinen davon der möchte, dass sein Teampartner Hund krank oder verletzt wird. Außerdem wird durch diese frühe Ausbildung, das Knochengerüst des Hundes auch durch den guten Muskelaufbau gestärkt und es wird sehr viel leichter den Hund ohne große Gelenkbelastung durch den Parcours zu führen. Vielleicht sollte man einfach auch in diesem Bereich den Wandel der Zeit und der besseren und positiveren Ausbildung des Hundes nicht so schlecht reden. Wir besitzen selbst 2 Border Collies. Wobei ich den ersten als Welpe bekam und das Gehorsam und die Bindung zu diesem Hund ist toll. Den zweiten bekamen wir mit 11 Monaten und es hat lange gedauert und viel, viel Arbeit gekostet ihn zu integrieren, also diese Bindung aufzubauen. Von daher aus eigener Erfahrung, das erste Jahr eines Hundes ist das wichtigste. Ich möchte gerne mit dem Zitat meines damaligen Trainers diesen nun doch so langen Text beendet. „Im ersten Jahr gute, sinnvolle Arbeit mit dem Hund, ein Leben lang ein super Team!“ In diesem Sinne, sportliche Grüße Iris

Anmerkung von Anne

Danke Iris, Du hast es schön beschrieben! Ich bin ganz Deiner Meinung!

Anmerkung von Anna

Hallo Iris, mein Artikel beleuchtet eine Seite des Agilitysports, die ich nicht gutheiße. Dabei geht es vor allem um einen Agilityaufbau, den ich für übertrieben und gesundheitgefährend halte. Natürlich sollte man in der Welpen- und Junghundezeit eine positive, vertrauensvolle Beziehung zu seinem Hund aufbauen und diese Zeit nicht ungenutzt verstreichen lassen. Aber ich sehe einen Unterschied zwischen spielerischen Übungen in der Hundeschule und dem regelmäßigen Laufen um Ausleger, durch Tunnel, über Kontaktzonen. Es geht mir dabei um das WIE und um das WARUM. Ich glaube auf jeden Fall, dass es einige erfolgreiche Agilitysportler gibt, die Ahnung haben von dem was sie machen. Aber genauso gibt es Hundesportler, die dem nacheifern wollen und vielleicht keine so kompetente Unterstützung durch Trainer haben. Hier kann zu frühes Anfangen und zu frühes Agilitytraining mehr schaden als nutzen. Im Endeffekt kritisiere ich vor allem das, was bei einigen Sportlern hinter dem früheren Ausbilden der Hunde zu stehen scheint: Der Ehrgeiz. Damit der Hund, wenn er mit 18 Monaten starten darf, schnell in die höchstmögliche Klasse aufsteigt, wird eben schon früh angefangen. Denn wie sagte mir jemand, der mit seinem Hund so früh anfängt "100 Wiederholungen sind besser als 10". Ja, und warum diese vielen frühen Wiederholungen? Damit man vorne mitlaufen kann. Und das ist eine Einstellung, die mir nicht gefällt. Sicherlich geht es auch anders. Sicherlich prangere ich in meinem Artikel schwarze Schafe an. Aber darum geht es nun mal: Eine Seite am Agilitysport kritisieren, die mir nicht gefällt. Im Übrigen kenne ich etliche Agilitysportler, die erst mit einem Jahr mit ihrem Hund angefangen haben (mein Hund gehört auch dazu) - ich konnte keinerlei Nachteile erkennen, im Gegenteil. Die Hunde waren mindestens genauso 'gut' wie die, die schon sehr früh angefangen haben. Und wenn die Hunde, die erst mit 12 Monaten anfangen, etwas länger brauchen bis sie in der A3 sind, dann ist das eben so. Unsere Hunde können im Idealfall Agility machen bis sie 9,10 Jahre alt sind. Da gebe ich meinem Hund doch ein Jahr Zeit und belaste ich nicht mit übertriebenem Training. Liebe Grüße, Anna www.power-and-speed.de

Anmerkung von Bozena

Hallo Iris, besser hätte man es nicht beschreiben können. Du sprichst mir (und sicher auch vielen anderen Hundesportlern) aus der Seele ;)

Anmerkung von Jana

Anna, ich finde deinen Artikel sehr interessant und teile gewisse Aspekte deiner Meinung. Was ich mich jedoch frage: wie kannst du auf den Videos der Sportler, auf die du dich beziehst, erkennen, wie oft sie trainieren? Ich finde nichts schlimmes daran, wenn der Hund einmal alle 2 Wochen (wenn's hochkommt) für ein paar Minuten durch Ausleger und Tunnel läuft?! Diesen Aspekt lässt du leider völlig offen, was ich sehr unfair gegenüber eben diesen Sportlern finde. Es ist wichtig, dass ein gezielter, gemäßigter und schonender Aufbau erfolgt, aber das steht doch nicht im Widerspruch mit dem Aufbau junger Hunde. Lg Jana

Anmerkung von Jana

Und noch eine Frage, die man sich stellen sollte: ist es nicht viel bedenklicher, wenn man sieht, wie manche Leute ihre Hunde, die offensichtlich glücklicher ohne Agility wären - oder aber schon längst in Rente gehen sollten - zu welchem Zweck auch immer, durch den Parcours quälen? Ist das nicht der wirklich krankhafte Ehrgeiz?

Anmerkung von Sandra

Hallo Anna, ich finde deinen Beitrag interessant und stimme dir wirklich in vielen Punkten zu.. Klar kann/darf und von mir aus soll jeder mit seinem Junghund/Welpen machen was er will.. Ich habe z.Z. einen 8 Monate alten Terrier und beginne langsam ihn an das Agi heranzu führen... Mit spass und freude.. ein weiteres Spiel für uns zwei und mehr nicht.. Wenn ich dann jemanden sehe der seinen Hund mit wenigen Wochen führen kann wie einen Großen mache ich mir Gedanken ob es für einen so kleinen Hund dann noch Gesund ist wie ein Irrer durch den Tunnel zu brettern und alles zu geben was er kann.. Man denke an die immer noch sehr weichen Knochen.. Hab da selber schon mit einem anderen Hund böse erfahrungen gemacht (nicht wegen dem Agi, aber trotzdem) ein Sturz kann reichen und der Hund kann niemals wieder unbeschwert rennen.. Nur was macht ein \"Sportler\" mit einem Hund der mit vielleicht 20 Wochen nicht mehr Agi machen kann?? Nur gut dass hier jeder seine Meinung vertreten darf und soll :) Agi ist ein toller Sport für Hund und Mensch und jeder muss wissen was gut für ihn selber und vorallem für sein Hund ist.. Gruß Sandra (Rechtschreibfehler gehören dem, der sie findet^^)

Anmerkung von Daniela

Hallo an alle! Wahrscheinlich bin ich mit meiner Meinung hier extrem allein und auch sicher nicht in der richtigen Umgebung. Ich habe einen Golden Retriever, also nicht wirklich die perfekte Rasse fürs Agi, aber es macht mir und meinem Hund Spass! Ich finde die Entwicklung zum Hund als Sportgerät schrecklich!!! Wenn ich höre, dass jemand einen "neuen" Hund braucht oder sehe, dass der Hund wenn's nicht so läuft wie gewünscht ohne Belohnung in den Kennel gesteckt wird, könnte ich kotzen!!! Ich finde, dass es ein Spass bleiben sollte und die Entwicklung, dass jeder nun einen Malinois oder Border Collie braucht daneben! Es sollte ein Sport mit Hund bleiben als Team und der Hund sollte nicht zu einem besseren Tennisschläger avancieren! Sorry, wenn sich jemand angesprochen fühlt, aber es musste mal raus! Liebe Gruesse von Daniela und meinem Wauzi, der übrigens erst mit 1,5 Jahren angefangen hat mit dem Agi ;-) so wie es jeder Tierarzt empfiehlt!

Anmerkung von Gabi

Ich kann nur bestätigen, daß der Hund immer mehr als Sportgerät gesehen und leider auch so behandelt wird. Von einer Verbesserung in den letzten Jahre zum Wohl des Hundes sehe ich nichts. Wenn man einen 1 Jährigen Hund sieht, wie er perfekt und rasend schnell den Slalom auch aus schwierigen Positionen beherrscht und auf Standart fehlerfrei sämtliche Wechsel beherrscht, kann es nicht sein, daß alle 2 Wochen mal 5 Min trainiert wird. Desweiteren sieht man auch ältere Exemplare, die vor jeder Hürde taxieren, häufig reißen, kaum noch die A-Wand schaffen oder sogar welche, die durch den Parcour traben und nur noch wegen dem ständigen Bitte,Bitte nicht stehen bleiben. Aber der Hund hat ja soviel Spaß daran ! (bei letzterem verstehe ich allerdings auch die Richter nicht! ) Sicher sind das die Extreme, aber die häufen sich und das finde ich schon sehr bedenklich. Vielleicht sollten die Menschen erst einmal wieder lernen, die Hunde als Lebewesen zu sehen und vor allem sie richtig zu lesen.

Anmerkung von Simone

Tja was soll ich sagen viele interessante Aspekte und jeder hat mit gewissen Punkten recht. Ich bin mit meinem Rottweilerjunghund auf die Idee gekommen Welpenagi zu beginnen, weil wir leichte Probleme mit der Bindung hatten und ich Probleme hatte den Hund ausreichend zu beschäftigen, weil er ja noch nicht viel laufen darf. Welpenagi (Ausleger, Tunnel und Kontaktzonen kennenlernen) hat sich hier als ideale Beschäftigungsmöglichkeit herausgestellt. Wir gehen einmal wöchentlich zum Training und je anch Anzahl der TN dauert das Training 30-60min. Die Bindung ist viel besser geworden, der Hund hat einen Wahnsinnsspaß und dadurch, dass er sich stark konzentrieren muss bekomme ich ihn komplett ausgelastet ohne, dass er sich körperlich besonders angestrengt hat. Ich denke es ist wie mit allen Dingen die Frage des richtigen Maßes. Wenn hier jemand mit einem Welpen "trainiert" um möglichst früh auf Meisterschaften erfolgreich zu sein, ist es mit Sicherheit kritisch. Wenn jemand es als Beschäftigung für seinen Junghund ansieht um die Bindung zu stärken und den Hund vor allem intelektuell auszulasten und spielerisch mit sitz, bleib und komm die Erziehung zu unterstützen ist Agility eine sehr gute Möglichkeit.

Anmerkung von Ronja

Ich habe selber eine 12-jährige Mischlingshündin mit der ich seit 8 Jahren Agility mache. Auch ich sehe immer mehr die Gefahr, dass der Hund zum Sportgerät wird. Auf Turnieren sieht man immer mehr "Teams" mit vielen Hunden aus allen Altersklassen. Dabei können viele Hunde froh sein, dass sie trotz des "fortgeschrittenen" Alters mit 6 oder 7 zumindest noch mitdürfen und nicht zu Hause bleiben müssen, wie es vielen anderen ergeht. Agility ist ein toller Sport und solange meine Hündin mit einem breiten Grinsen durch den Parcours läuft darf sie den auch weiter machen, auch wenn sie schon länger der älteste aktive Hund auf dem Platz ist. Man darf es halt nicht übertreiben. Gegen Führigkeitstraining kann ich auch in jungen Jahren nichts sagen, solange man es nicht übertreibt und keinen Wert auf das Tempo legt. Im Affenzahn durch den Slalom kann einfach nicht gesund sein und ist auch nicht nötig. Ich lasse meinen Hund auch gerne mal längere Wege laufen und führe viel von Hinten, um keinen Druck zu machen, denn viele enge Wendungen und kurze Wege um Zeit zu sparen, wie es heute IN ist, ist für die Gelenke schädlich. Ich lasse meinen Hund regelmäßig von Tierarzt und Physiotherapeuten durchchecken und habe noch immer das OK weiterzumachen. Dabei trainiere ich selten auf Höchstmaß, sondern auf verschiedensten Höhen, mal 20, mal 65cm, so lernt der Hund auch zu gucken und fängt nicht etwa an Stangen zu schmeißen.

Anmerkung von Natty

Ich bin eher Annas Meinung. Man sieht immer mehr Leute im Training und auf Turnieren mit 4-5 Border collies oder anderen beliebten Agi Rassen und dann sitzt da oft noch ein alter Hund mit in einer Box, der nicht den "Agi-Rassen" entspricht. Der war dann wohl vor dem Hobby da, in dem man ja den allerschnellsten Vierbeiner braucht. Darüber hinaus finde ich es sehr schade, dass es auf den Turnieren absolut keine Rassevielfalt mehr gibt. Mit wenigen Ausnahmen sieht man da nur noch gehetzte Border Collies und Shelties. Ich finde es traurig, dass sich manche Menschen ernsthaft einen Hund kaufen um erfolgreich zu sein, aber oft passt diese Art Hund gar nicht in den Alltag.. und die ursprünglichen Aufgaben der Rassen werden völlig ausser Acht gelassen. Agi ist ein toller aber auch sehr anstrengender Sport für den Hund. Und man sollte den Hund gerade in der Welpen/Junghundphase doch einfach "Baby" sein lassen sollen und es eben nicht übertreiben. Wie bei allen anderen Dingen auch: Es kommt auf das Maß drauf an. Aber welcher Hund und vor allem welcher Nachwuchshund kann sich denn nichts schöneres vorstellen als morgens um 6 Uhr zum Turnier zu fahren und dann, abgesehen von den Läufen und ein paar kleinen Pipi-Runden, den Tag in der Box zu verbringen? Ich glaube wirklich jedem Hund wäre ein schöner spannender Spaziergang in der Natur lieber. Beim Agility herrscht doch wirklich mittlerweile leider ein zu hoher Leistungsdruck bei vielen, das ist schade. Der Hund hat jedenfalls nicht den Wunsch überall zu gewinnen. :)

Anmerkung von Franziska Meister Le Gall

Nun muss ich doch noch was anmerken.Ich habe schon seit einigen Jahren eine Hundeschule, habe schon seit 20 Jahren Hunde und mache selber schon seit 10 Jahren Agility (das ich über alles liebe) und andere Hundesportarten Wettkampfmässig. Meine Meinung ist, im Welpenalter und als Junghund schon Agility machen ist überhaupt nicht nötig. Denn in jeder modernen Hundeschule wird schon bei den Welpen und bei den Junghunden Führigkeitsarbeit um Pylonen gemacht ebenfalls wird die Bindung zum Hundeführer verbessert und der Muskelaufbau der Welpen kann man auch ohne Agility gezielt und sinnvoll aufbauen.Ich bin der Meinung das der Welpe und der Junghund das Agility überhaupt nicht braucht sondern durch gezielte Übungen ideal mental und körperlich auf alle Hundesportarten vorbereitet werden kann ohne Agilitygeräte. Ebenfalls denke ich dass es wirklich immer mehr im Agility verbreitet ist dass man die Hunde nur noch als Sportgeräte sieht, oder dass man sein ganzes Leben nur noch übers Agility definiert was ich wirklich sehr schlimm finde.Da gibt es bei den Top-Trainern schwarze Schafe wie aber auch in der breiten Masse. Es sollte jeder selber prüfen, bei welchem Top-Trainer er später ins Training geht oder Seminare besucht es gibt auch dort sehr gute die mit ihren Hunden super umgehen und natürlich auch andere die ihre Hunde Stunden lang in der Autobox warten lassen damit sie dann noch schnell 10 Minuten Gassie gehen dürfen. Denn ein Hund der 8 Stunden am Stück im Auto in der Box bleibt und warten muss bis sein Herrchen das Tagesseminar beendet hat, wird sicher nicht vernünftig behandelt und so ein Trainer ist bei mir untendurch egal wieviel er von der Sportart versteht und wieviel derjenige schon an der WM war. Ich gebe mein Geld für meine Trainings nur den Trainern die im Agility ein grosses Wissen haben und mir auch im täglichen Umgang wie sie ihre Hunde behandeln ein Vorbild sind.Und glaubt mir auch für einen alten Hund gibt es schöne Hundesportarten wo man ihn sehr gut beschäftigen kann, er muss nicht den ganzen Tag in der Box sitzen,es muss nicht immer Agility sein.

Anmerkung von Anïta

während ich noch darüber nachdenke, wie ich es am besten schreibe, hast du Fränzi, das gesagt, was ich denke. Danke. Wenn man will und auch ein bisschen für und mit den Hund denkt, findet man tolle Trainer, die genau das Gleiche wollen. Einen gesunden, vernünftig beschäftigten Hund und einen glücklichen Besitzer. Ich danke allen Trainern, mit denen ich im Sport arbeiten darf, und wünsche mir, dass ich für meine Schüler auch ein Vorbild bin

Anmerkung von gabi

es ist toll, dass ich endlich mal gleichgesinnte gefunden habe. ich betreibe agility noch nicht so lange, aber musste schon mitansehen, wie im normalen hundetraining die hunde über die A-wand geschickt werden, die unheimlich steil ist, glatt und nicht mit dem entsprechenden material versehen ist. nachdem ich mein wissen und die folgen des falschen nutzens erklärte, wurde ich nur beruhigt, dass man ja schon 20 jahre hundetraining betreibe.ich war geschockt, denn mein gedanke war nur "die armen gelenke der hunde" oder das springen über hürden, der tunnellauf usw. alles ohne jegliche erklärungen. einfach mal, macht mal. ich habe mich dann im hintergrund gehalten, da ich auch das nicht vertreten konnte. daraufhin wurde mir mehr vertrauen geschenkt. ich werde meinen kurs dementsprechend aufbauen, bis auch der letzte kursist begriffen hat, was für ein leistungsport der hund betreibt und das das ganze zeit und ruhe brauch. ein schöner vergleich ist, dass man dem HF erklärt, dass er sich in die lage des hundes versetzen soll, denn das tun die meisten nicht.

Anmerkung von Jürgen

Irgendwie scheint das ein Problem unserer Zeit zu sein: Immer früher höher, weiter, besser, schneller... Wo soll das hinführen? Ich genieße gerade die Zeit mit meiner Lilli (10 Monate), die sich bisher ihr eigenes Bild von der Welt machen konnte und bei der Spielen eindeutig im Vordergrund steht. Mit einem Jahr oder 1,5 Jahren langsam mit dem Training zu starten ist früh genug.

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Anmerkung von Camila

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Anmerkung von Sabine

Mich macht das sehr traurig wenn ich da manches lese wie Agility um angeblich die Bindung zum Hund zu festigen?! Mal in Ernst. Früher gab es gar kein Agility und die Leute (die Artgerecht mit ihren Vierbeinern umgehen) waren trotzdem glücklich mit ihren Hunden mit fester Bindung. Wichtig sind doch heute nur noch einen Preis mit nach Hause zu nehmen. Wichtig sind vor allen Kontakte zu anderen Hunden und Spaß im kurzen Hundeleben zu haben! Agility brauch ein Hund nicht zum glücklich sein. Freiwillig macht ein Hund das nicht, man muss es den Hund beibringen. Spielen und Freude im Leben zu haben kann ein Hund von ganz alleine. Ballwerfen Frisbee usw. ist dann eine Wilkommene Abwechslung und keine steilen Hindernisse. Meine Maus kommt aus Rumänien und es war für Uns klar Welpengruppe, danach 3 Monate Unterordnung und dann ist es gut. Nun ist die Maus ca 19 Monate alt und ich muss sagen... Sie vermisst Agility null die Bohne! Sie hat ihre Rumraswiese wo Sie sich mächtig austobt und genau so wie ein Hund auf natürliche Weise rum springt, ohne Tunnels steile Wände, Höhenverstellbare Stangen..usw. und ist einfach nur ein glücklicher Hund. Die Bindung ist sehr eng und dazu wurde kein Agility gebraucht. Tierschutz geht vor und wer seinen Hund liebt macht sich auch mal so seine Gedanken wie so ein Sport im laufe der Zeit die Knochen verschleisen lässt! Auch kann Agility mit Verletzungen oder sogar tödlich enden. Mit Risiken ist sowas immer verbunden und ich finde wenn man seine eigene Gesundheit aufs Spiel setzt nur zu, aber nicht die Gesundheit eines Hundes wo Herrchen/Frauchen zufrieden stellen möchte!

Anmerkung von Gabi

Ich mache es kurz. Der artikel von Anna stimmt genau und manche begreifen es einfach nicht.

Anmerkung von Stephan

Sehr interessante Beiträge! Ich mache selbst Agility und ich sehe in den Augen meines Hundes, dass er es gerne mit mir macht (na gut, auch wegen der Leckerlis die es danach IMMER (auch wenn er ein Dis. lief) zur Belohnung gibt, aber es macht ihn auch froh, wenn er mir Freude bereitet)! Ich habe keinen Border, keinen Sheltie usw. weil ich mir nie einen Hund zulegen würde, bloß um im Agility Erfolg zu haben!!! (Was glaubt ihr, warum sehr viele Agilityaner einen kleinen Hund haben (Midi, Mini)???) Ich habe einen Eurasier und erst mit über einem Jahr mit dem Agilitytraining begonnen. Er läuft mittlerweile super, gerade hat er einen A1-Lauf bei der Deutschen Vereins Meisterschaft gewonnen! Und selbstverständlich lasse ich ihn das spüren, wie toll ich das fand, wie glücklich ich über unsere schöne Team-Beziehung bin! Allerdings weiß er, dass er auch ohne Agility der GRÖSSTE für mich ist! Manche Hunde tun mir leid, aber sehr viele haben auch wirklich Spass mit ihren Partnern! Was mir allerdings auffällt, gerade hier laufen Menschen mit, die mit Mühe und Not 100 Meter "unfallfrei geradeaus laufen" können (teils doch arg übergewichtig...ist nicht böse gemeint!), aber ihre Hunde voran treiben, als ginge es um die Weltmeisterschaft! Sollten hier nicht vielleicht manchmal besser die Hunde führen... ;-)

Anmerkung von Stephan

Letzteres galt selbstverständlich nicht für unser erfolgreiches Turnier!


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