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hund der woche::der berger de pyrènèes

Der Berger de Pyrènèes - liebenswerte kleine Teufel

Diese Charakterisierung stammt nicht von mir, sondern von einer Berger de Pyrènèes Besitzerin, die diese Rasse wohl in und auswendig kennen muss. Silvia Trkman, die aktuelle Agility- Weltmeisterin, teilt ihr Heim gleich mit zwei dieser kleinen Teufel.

Beide haben so ziemlich alles erreicht, was man im Agility-Sport erreichen kann. Trotzdem steht sie zu der wenig schmeichelnden Bezeichnung dieser quirligen kleinen Franzosen.

Ich musste ihr versprechen, dass ich die hyperaktiven französischen Hirten so realistisch wie möglich beschreibe. Es soll niemand auf den Gedanken kommen sich einen Pyrenäenschäferhund anzuschaffen, der nicht genau weiß, auf was er sich da einläßt. Dieser Hund gehört in die Hände eines erfahrenen Hundebesitzers, der es versteht den Hund körperlich und mental auszulasten.

Vielleicht erklärt sich sein Verhalten aus seiner "Entstehungsgeschichte":

Die Berger de Pyrènèes sind französische Hütehunde, die in den Pyrenäen zu Hause sind und von dieser Landschaft über Generationen geprägt wurden. Ihre Aufgabe war es sich in der rauhen Gebirgslandschaft allein zurecht zu finden. Zeitweise haben sie mehrere Tage keinen Kontakt zu ihren Schäfer. Das erklärt beispielsweise, warum die Hunde so eigensinnig und unabhängig sind.

Im Gegensatz zum Border Collie, der eng mit dem Schäfer zusammenarbeitet, sind die Pyrenäenschäferhunde autarke, selbsständige Gesellen, die auf ihren Job, das Hüten fixiert sind. Setzt man solch einen sensiblen Hund dem Stadtleben aus, kann man so manch böse Überraschung erleben.

Bei einem Rasseproträt in einer Slowenischen Zeitung schreibt Silvia Trkman sogar: " Diese Rasse hat nicht eine gute oder leichte Seite." Ständig fragt sie sich, warum sie sich selbst das Leben so schwer macht? Trotzdem will sie keinen ihrer Hunde missen. Hat man die drei mal zusammen agieren sehen, kann man sich gar nicht vorstellen, dass diese kleinen Feger auch nur ein klitzekleines Problem darstellen könnten.

Kurz zusammengefaßt: Ein Traumhund in den Händen einer Fachfrau oder eines Fachmanns. Eine tickende Zeitbombe für all die, die sich nur in das struppige Aussehen verliebt haben und nicht wissen, wie sie mit ihm umzugehen haben.

Bücher-Tipp:

Französische Schäferhunde Heute.
Bauceron, Briard, Berger de Picardie und Berger de Pyrenees.
von Willi Schneider erschienen im Kynos-Verlag

 

Organisationen, die gerne Auskunft geben:
Club Berger des Pyrénées e.V.
Büllesfeld 2a
53773 Hennef (Sieg)
http://www.cbp-online.de/

Steckbrief:

Man unterscheidet zwei Rassen mit gleichem Namen. Es gibt die Rasse Langhaar, die offiziell als Museau Normal bezeichnet wird und die dann in zwei Fellvarianten vorkommt.

Glatthaarige Vertreter werden offiziell als Face Rase bezeichnet, da sie viel kürzere Haare im Gesicht aufweisen.

Grösse:
Rüden 40-48 cm, bei der Hündin 38-46 cm (Langhaar)
Rüden 40-54 cm, bei der Hündin 40-52 cm (Glatthaar)

Ursprungsland: Frankreich

Rassegruppe: 01: Hüte- u. Treibhunde FCI-Nr. 141(Langhaar) und FCI-Nr. 138(Kurzhaar)

Wesen: Dieser Hund ist selbstbewußt, äußerst intelligent, energiegeladen aber auch eigensinnig und misstrauisch. Kein Hund für Anfänger!

Farben: Mit Ausnahme von Weiß sind alle Farben von Sand- über Weizenfarben, Rotblond über verschiedene Brauntöne und Grau in Abstufungen und Harlekin bis Schwarz zugelassen und möglich.

Vielen Dank an Silvia Trkman, die mir half diese wunderbaren Hunde zu beschreiben und mir die schönen Bilder zur Verfügung gestellt hat.

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